Presse
EINSPEISEVERGÜTUNG
Solaranlagen: Mehr Geld für schnelles Handeln
Nach Berechnungen der Stiftung Warentest können Eigentümer an Standorten mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung mit ihrer Investition 6,5 bis 7,3 Prozent Rendite pro Jahr erzielen. An günstigen Standorten mit viel Sonne und einem günstigen Anschaffungspreis seien sogar zweistellige Renditen möglich.
Mit Blick auf die hohen und weiter steigenden Strompreise rechnet es sich unter Umständen noch mehr, den produzierten Solarstrom nicht ins Netz einzuspeisen, sondern ganz oder zumindest großteils selbst zu verbrauchen. Diese Möglichkeit wird bereits seit 1. Januar 2009 ebenfalls staatlich gefördert. Um den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen, sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung jedoch vor, den Anreiz von derzeit 3,6 auf acht Cent zu erhöhen. Wer also auf den Eigenverbrauch setzen will, sollte warten, bis die Neuregelung tatsächlich in Kraft getreten ist.
Der Eigenbedarfsvorteil rechnet sich so: Mit dem Eigenverbrauch entfallen die Stromkosten von derzeit rund 20 Cent pro Kilowattstunde, die der Energieversorger in Rechnung stellt. Zusätzlich gibt es – ebenfalls für 20 Jahre garantiert – eine Vergütung von 20,99 Cent je Kilowattstunde für selbst genutzten Strom. Unterm Strich bringt das einen Vorteil von rund 41 Cent gegenüber rund 33 Cent bei Einspeisung ins Netz. Sogar wenn auf den selbst verbrauchten Anteil pro Kilowattstunde noch 2,3 Cent Umsatzsteuer ans Finanzamt fließen, bleibt ein Vorteil. Und auch in Zukunft dürfte diese Variante kein Zuschussgeschäft werden. Denn mit jeder Strompreiserhöhung erhöht sich der finanzielle Vorteil des Eigenverbrauchs.
Und was kostet die Investition in eine Fotovoltaikdachanlage? Legt man den vom Bundesverband Solarwirtschaft ermittelten Durchschnittspreis von 2684 Euro pro Modul und Kilowatt zugrunde, kostet eine 4,8-kWp-Anlage inklusive Montage rund 13 000 Euro. Das Teuerste sind die Solarmodule, hinzu kommen Kosten für die Dachunterkonstruktion, die Montage und einen Wechselrichter, der den Strom für das öffentliche Netz kompatibel macht. Der Fiskus verlangt zudem 19 Prozent Mehrwertsteuer, die man sich aber mit einer Umsatzsteuervoranmeldung umgehend wieder zurückholen kann.
Für Wartung, Reparaturen sowie Rücklagen etwa für einen neuen Wechselrichter und andere Ersatzteile fallen im Schnitt 1,5 Prozent des Kaufpreises an. Außerdem muss die Gebäudeversicherung erweitert werden, um Feuer-, Sturm- oder Hagelschäden abzudecken. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will und sich auch vor Schäden durch Vandalismus, Diebstahl und Materialfehler schützen will, schließt eine spezielle Fotovoltaikversicherung ab.
Ganz wichtig: Unbedingt mehrere Komplettangebote einholen und den Auftrag nur an Installationsbetriebe mit langjähriger Erfahrung und gutem Ruf vergeben.
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