6. Wie ist der Stand der Technik ?

Man unterscheidet heute noch zwischen monokristallinen, polykristallinen und Dünnschichtmodulen.
Bei den kristallinen Modulen ist der Stand der Technik ausgereizt und unwesentlich zu verbessern.
Die Wirkungsgrade der Solarzellen liegen bei ca. 14 - 18 % und können nur mit hohem Aufwand verbessert
werden, was wiederum die ohnehin hohen Kosten nochweiter in die Höhe treibt.

Inzwischen sind zwischen mono- und popykristallinen Modulen keine Unterschiede im Ertrag mehr festzustellen.
Monokristalline Zellen werden in einer Zellstruktur gezogen, polykristalline Module werden in einem
Block gegossen. Bei polykristallinen Modulen stören Zellränder den Elektronenfluß, was aber heute
durch spezielle Techniken der Oberflächenbehandlung (Diffundierung mit Wasserstoffatomen) kaum noch eine Rolle spielt.

Von Dünnschichtmodulen verspricht man sich zukünftig den Durchbruch bei den Kosten.
Es gibt viele unterschiedliche Dünnschichtmodularten. Die bekanntesten sind amorphe Siliziumzellen, es kommen aber
Gallium-Arsenid (GaAs), Cadmium-Tellurid (CdTe) oder Kupfer-Indium-(Gallium)-Schwefel-Selen-Verbindungen zum Einsatz.
Aktuell haben Dünnschichtmodule einen geringeren Wirkungsgrad von ca.8-10%. Da es sich um junge Entwicklungen handelt,
ist das Langzeitverhalten dieser Module ungewiss. Bei fremdfinanzierten Photovoltaikanlagen raten wir zur Vorsicht.